Falk Wendrichs Sprung zu Universiade-Gold

Das war genau der Saisonabschluss, den sich Falk Wendrich (LAZ Soest) gewünscht hat: Bei der Universiade gewann der Soester am Freitag seinen ersten internationalen Titel. Der 22-Jährige sprang mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 2,29 Metern zur Goldmedaille.

  Dass seine bisherige Bestmarke von 2,26 Metern noch nicht das Ende seines Leistungsvermögens ist, hatte Wendrich in den vergangenen Wochen mehrfach angekündigt. Bei dem Studenten-Wettkampf setzte er dies nun erstmals um. „Das ist der krönende Abschluss meiner Comeback-Saison, ich bin so stolz, diesen Krimi mit Gold gewonnen zu haben“, sagte Wendrich kurz nach seiner Ehrenrunde im Leichtathletikstadion von Taiwans Hauptstadt Taipeh.

Gleich mit seinem ersten gültigen Versuch über eine Höhe von 2,10 Meter übernahm er die Führung des Feldes. Weil er bis einschließlich seiner bisherigen Bestleistung von 2,26 Metern alle Höhen im ersten Anlauf überquerte, hatte bis dahin auch keiner der elf Final-Konkurrenten die Chance, ihm seine Spitzenposition streitig zu machen. Erst bei seiner späteren Siegeshöhe von 2,29 Metern brauchte Wendrich den zweiten und dritten Anlauf, dann aber klappte es endlich mit dem neuen persönlichen Rekord.

„Nach meiner Bestleistung über 2,26 Meter ist das nun der zweite Schritt auf meinem Weg zurück in die Weltspitze“, meinte Wendrich. Über die 2,29 Meter sprang neben ihm nur der favorisierte Italiener Marco Fassinotti. Weil der die 2,26 Meter aber erst im dritten Anlauf überquerte, ging der Titel an Wendrich. Und der träumte kurz nach dem Titelgewinn schon von den nächsten Höhen: „Die gerissenen Versuche über 2,31 Meter waren so knapp, dass ich überzeugt bin, dass noch viel mehr in mir steckt“, so Wendrich.

Zu Hause in Soest verfolgte sein früherer Trainer Harald Bottin (LAZ Soest) den Wettkampf seines ehemaligen Schützlings vor dem Computer. „Falk ist in einer super Form, das war ein ganz starker Auftritt“, lobte Bottin. Die Universiade ist nach den Olympischen Spielen die größte Multisport-Veranstaltung der Welt. Hier starteten mehr als 13 000 Sportlern aus gut 150 Ländern. Für Wendrich war der Wettkampf gestern der letzte dieser Saison. Er möchte nun noch ein paar Tage die Atmosphäre rund um die Großveranstaltung genießen und fliegt dann in der kommenden Woche zurück nach Deutschland.